Mit Peter Schröder

JE T'AIME :: JE T'AIME

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© Foto: Birgit Hupfeld / Impressum

Regie Bernhard Mikeska

© Foto: Bernhard Mikeska

Die dritte Haut :: DER FALL SIMON

von Mikeska / Althoff / Kittstein Düsseldorfer Schauspielhaus
© Foto: Bernhard Mikeska / Heinz Holzmann

IN DEINEM PELZ

von Mikeska / Althoff Theater der Stadt Heidelberg
© Foto: Heinz Holzmann

GOETHE :: VOM VERSCHWINDEN

von Mikeska / Althoff / Kittstein Kunstfest Weimar

Regie Bernhard Mikeska
Text Lothar Kittstein
Dramaturgie Alexandra Althoff
Kostüm Almut Eppinger
Sounddesign Knut Jensen


Ein als schrullig verschriener 70-jähriger Multimillionär, der in seinem fast leeren Haus auf einer einfachen Matratze schläft und mit dem Seniorenticket der Bahn verreist, immer wieder unangekündigt – weg aus Düsseldorf. Doch von Juli 1991 an scheint er wie vom Erdboden verschluckt. Was von dem Einzelgänger übrig bleibt, sind seine zwei Häuser auf der Königsallee. Die soll er kurz vor seinem Verschwinden einem stadtbekannten neureichen Kaufmann verkauft haben. Der neue Eigner will auf dem Grundstück eine gigantische Ladengalerie errichten. Es werden Informationen lanciert, der „Kö-Opa“ sei mit einem 45 Kilo schweren Reisekoffer voll Geld in die Berge verschwunden. Seine Unterschrift auf dem Kaufvertrag erweist sich jedoch als gefälscht. Der Jeep des nun verdächtigen Kaufmanns wurde gerade frisch gereinigt, die Innenausstattung sogar entfernt und erneuert – angeblich ein Buttersäureanschlag. Es findet sich zudem eine Quittung über den Kauf von Müllsäcken, einer Säge, eines Spatens, einer Kreuzhacke und einer Beton-Gießkarre. Die Staatsanwaltschaft klagt an: Mord muss es sein, was sonst. Doch es gibt keine Leiche, keine Blutspur, keinen Tatort und keine Tatzeit.
Ausgehend von recherchiertem Material, entwerfen Bernhard Mikeska, Lothar Kittstein und Alexandra Althoff ein subjektives und widersprüchliches Bild vom Verschwinden eines Mannes und seiner beiden Häuser auf der Kö. »Die dritte Haut :: DER FALL SIMON« entwickeln sie für das die Düsseldorfer Skyline prägende Dreischeibenhaus. Der Zuschauer betritt dort allein eine Installation, in der er den Schauspielern sehr nahe kommt und Teil einer Geschichte über Erinnerung und Identität wird – eine Reise in die Vergangenheit der Stadt.


Premiere März 2017
Düsseldorfer Schauspielhaus

Der Mord ohne Leiche kommt auf die Bühne, Arno Gehring, Express Düsseldorf vom 04. Mai 2016


Konzept und Raum Alexandra Althoff und
Bernhard Mikeska
Regie Bernhard Mikeska
Kostüm Pauline Hüners
Sounddesign Julia Krause
Dramaturgie Alexandra Althoff, Jürgen Popig
Mitarbeit Raum Katharina Andes


Was bedeutet eingesperrt sein? Wird der Mensch denn frei geboren? Wer das glaubt irrt gewaltig. Erst wird er gefangen gehalten von älteren, stärkeren Exemplaren der Gattung und an der Ausübung seines freien Willens gehindert – indem er um acht ins Bett muss. Bereits in Kindergarten und Schule wird er mit Seinesungleichen zusammengepfercht, ob er nun will oder nicht. Das Programm setzt sich nahtlos fort in Kasernen, Hörsälen und an Arbeitsplätzen. Mit »IN DEINEM PELZ« entwerfen die Theaterkünstler Bernhard Mikeska und Alexandra Althoff einen Abend über Zwangsgemeinschaften und das Eingesperrtsein – für den »Faulen Pelz«, das historischen Amtsgefängnis in der Heidelberger Altstadt, das aus einigen Zellen heraus sogar den Blick auf das Schloss ermöglicht. Die einst fortschrittliche Haftanstalt wurde 1847/48 von Ludwig Lendorff erbaut, dem Architekten des Heidelberger Theaters. Nach fast 170 Jahren wurde der nun nicht mehr zeitgemäße Knast endgültig geschlossen. An zwei Marathon-Wochenenden werden die Zuschauer in den »Faulen Pelz« geführt: alleine, Einlass alle 5 Minuten, rund um die Uhr. Jeder Zuschauer betritt einzeln die  Installation, die ihn tief in das Innere führt. In den 8 ½ Quadratmeter großen Einzelzellen sind Erinnerungen eingefangen, schon bald verschieben sich die Grenzen von Fiktion und Wirklichkeit, Ursache und Wirkung.
Um den Namen „Fauler Pelz“, in dem einst knapp 80 Männer und Frauen in den Zellen des alten Sandsteingemäuers auf ihren Prozess warteten, ranken sich Legenden. Im 16. Jahrhundert war an dieser Stelle das Gerberviertel. Die zum trockenen ausgelegten Felle sollen einen fauligen Geruch verbreitet haben. Die tierische Haut wurde mit einer braunen Brühe aus der Rinde junger Eichen bearbeitet. Als die Gerber umgesiedelt wurden, blieb der Graben mit der übel riechenden, braunen Brühe zurück. Bald bildete sich eine dicke Schimmelschicht, die den Ort bedeckte wie ein Pelz.


Premiere 26./27.  November 2016
Theater der Stadt Heidelberg

Vorstellungen 03./04. Dezember 2016

Einlass alle 5 Minuten für je einen Zuschauer zwischen Samstag 14 Uhr und Sonntag 22 Uhr. Dauer ca 60 Minuten.

 


Mit Hanna Binder, Sebastian Kowski, Simone Müller, Nora Quest

Regie Bernhard Mikeska
Text Lothar Kittstein
Dramaturgie Alexandra Althoff, Verena Elisabet Eitel
Bühne Friederike Meisel
Kostüme Hannah Petersen
Sounddesign Knut Jensen
Choreografie Begleitpersonen Neele Ruckdeschel
Begleitpersonen Djuna Delker, Kirsten Dornbusch, Liselotte Illig, Kirsten Heyerhoff, Neele Ruckdeschel
Ton Thomas Fischer
Produktionsleitung Jana Herkner


„Ich bin in wunderbar dunkler Verwirrung meiner Gedanken. Hören Sie den Sturm, der wird schön um mich pfeifen.“ So lautet die einzige Nachricht von Goethe, als er sich Ende November, zwei Jahre nach seiner Ankunft in Weimar, heimlich davon stiehlt. Was sucht er? Und was will er hinter sich lassen? Goethe reist unter falschem Namen und behauptet, Schwester und Schwager besuchen zu wollen. Die Vorgeschichte für Goethes einsame Reise durch die Winterstürme beginnt im Sommer zuvor, als ihn die Nachricht vom Tod seiner Schwester Cornelia erreicht. Goethe ist wie betäubt. Er war überzeugt, dass sie sich für den falschen Ehemann entschieden hatte, es gab überhaupt keinen richtigen Mann für sie, außer den Bruder. Seit seinem letzten Besuch vor zwei Jahren hat er ihr nicht geschrieben, obwohl Cornelia nichts sehnlicher wünschte, als von dem geliebten Bruder zu hören. Sie legte sich ins Bett, zog die Vorhänge zu und stand kaum mehr auf. Cornelias Tod bringt Goethe völlig aus dem Gleichgewicht. Dann ereilt ihn ein anderer Hilferuf – von einem Fremden – und er macht sich heimlich auf den Weg.

Mikeska, Althoff und Kittstein entwickeln  „Goethe :: Von Verschwinden“ für das historische Schießhaus Weimar. Der Zuschauer betritt dort alleine eine Installation, in der er den Schauspielern sehr nahe kommt und Teil von Goethes Geschichte wird. Schon bald wird fraglich, ob es überhaupt eine klare Grenze gibt zwischen Traum und Wirklichkeit, zwischen dem Zuschauer und der beobachteten Figur.


Premiere 25. August 2016
Schiesshaus Weimar

Letzte Vorstellungen
16. / 24. / 25. September 2016
07. / 08. Oktober 2016

Mit jungen Frauenzimmern umgehn, Egbert Tholl, Süddeutsche Zeitung, 29. August 2016

Ein echtes Highlight für das Kunstfest, Michael Laages, DLF, 26. August 2016

Abschied vom Ich, Sascha Westphal
nachtkritik.de, 26. August 2016

Als spielten sie nur für dich, Michael Helbing
Thüringer Allgemeine, 26. August 2016

Trailer (2 min)

Ein Probenbesuch von Christoph Leibold
DeutschlandRadioKultur, 20. August 2016

Festspielcafé Bayern 2, Christoph Leibold im Gespräch mit Alexandra Althoff, Lothar Kittstein und Bernhard Mikeska, 21. August 2016

Produktion Verein für Raum und Zeit e.V.
Koproduktion Kunstfest Weimar und Deutsches Nationaltheater Weimar.

Gefördert im Fonds Doppelpass der Kulturstiftung des Bundes.

 

 

 

"...diese Intimität kann man weitertragen, auch wenn das Kunstfest vorbei ist, Goethe und Schiller wieder in eherner Unnahbarkeit vor dem Nationaltheater stehen werden und die Kunst in Weimar wieder aufgeräumt dort stattfindet, wo sie hingehört, damit sie nicht stört."

Egbert Tholl, Süddeutsche Zeitung, 29. August 2016

© Foto: Birgit Hupfeld

DIE NETZWELT

von Jennifer Haley Schauspiel Frankfurt
© Foto: Heinz Holzmann

BELLA FIGURA

von Yasmina Reza Staatstheater Darmstadt
© Foto: Konrad Fersterer

OPENING NIGHT :: ALLES ÜBER LAURA

von John Cassavetes & Mikeska/Althoff/Kittstein Residenztheater München

Mit Paula Hans, Thomas Huber, Alexandra Lukas, Peter Schröder, Viktor Tremmel

Regie Bernhard Mikeska
Bühne Steffi Wurster
Kostüme Almut Eppinger
Musik Tobias Vethake
Dramaturgie Alexandra Althoff


In einer nahen Zukunft: Eine neuartige Version des Internets macht es möglich, mit allen Sinnen in die Netzwelt einzutauchen. Die Grenzen zwischen realer und virtueller Existenz sind dabei sich aufzulösen und immer mehr Lebensbereiche werden in die virtuelle Realität ausgegliedert. Man geht nun in der Netzwelt zur Schule, der Arbeit nach oder erkundet in der Freizeit die unbegrenzten Möglichkeiten dieses Wunderlandes. Die voll- kommenste Simulation ist das Refugium, ein virtueller Club, der die geheimsten Wünsche seiner Kunden wahr werden lässt. Mit einer fremden Identität ausgestattet, kann man dort Erfahrungen machen, die intensiver sind als alles, was die reale Welt zu bieten hat. Der jungen Ermittlerin Morris offenbaren sich die Verlockungen der totalen Freiheit als Alptraum: Im Refugium floriert das Geschäft mit den dunkelsten Phantasien des Menschen – mit Sex und Gewalt.
Morris bewegt sich mit ihren Untersuchungen auf Neuland. Alle Machenschaften im Refugium sind lediglich eine Simulation im Einverständnis aller Beteiligten und ohne Konsequenzen für die reale Welt. Sie schickt den verdeckten Ermittler Woodnut in das Refugium, um Beweise gegen den Betreiber und Programmierer Sims zu sammeln. Doch ihr Spitzel vergisst immer mehr, wer er zu sein glaubt und entdeckt, was er in der neuen Welt alles sein könnte. Als er der neunjährigen Iris begegnet, eines von Sims digitalen Geschöpfen, ist er fest entschlossen, das Mädchen aus dem Bannkreis seines Schöpfers zu befreien – mit fatalen Folgen.


Schauspiel Frankfurt
Premiere 11. März 2016

Vorstellungen
15. September 2016 (20 Uhr)
02. Oktober (20 Uhr), 03. Oktober 2016 (18 Uhr)

Theater besiegt Internet, Egbert Tholl, Süddeutsche Zeitung vom 16. März 2016


Mit Jele Brückner, Thomas Meinhardt, Margit Schulte-Tigges, Judith van der Werff, Mathias Znidarec

Regie Bernhard Mikeska
Bühne Lani Tran-Duc
Kostüme Karin Rosemann
Sound Sebastian Franke
Dramaturgie Marie Wolters


Nach außen "bella figura" machen, innerlich fast verzweifeln – schon im Titel von Rezas Stück deutet sich das Wechselspiel von Inszenierung und Kontrollverlust des Selbst an. Andrea und Boris, die eine vier Jahre andauernde Affäre verbindet, treffen auf Françoise, die beste Freundin von Boris' Frau, und ihren Lebensgefährten Eric sowie dessen Mutter Yvonne. Was als zufällige Begegnung beginnt, erscheint bald schicksalhaft - und komisch. In einer sich immer weiter zuspitzenden Situation, der alle Beteiligten unentrinnbar ausgeliefert sind, werden dem Zuschauer Menschen vor Augen geführt, die ihre Ängste, Wünsche und Konflikte zwanghaft überspielen. Scheiternd steuern sie unaufhaltsam der Eskalation entgegen.


Premiere 12. Dezember 2015
Staatstheater Darmstadt

Meeresfrüchte im Schaumbad, Johannes Breckner, Darmstädter Echo vom 14. Dezember 2015 (PDF)

Klamauk in der gläsernen Toilette, Matthias Bischoff, Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 14. Dezember 2015 (PDF)

hr2 Frühkritik von Birgit Spielmann, 15. Dezember 2015 (MP3)

Erst eine kalte Dusche, dann folgt ein Bad im Meer aus Seifenschaum, Marcus Hladek, Frankfurter Neue Presse vom 16. Dezember 2015 (PDF)

 


Mit Michele Cuciuffo, Arthur Klemt, Barbara Melzl, Valerie Pachner, Paul Wolff-Plottegg, Hanna Scheibe, Michaela Steiger

Text John Cassavetes / Lothar Kittstein
Regie Bernhard Mikeska
Bühne Ralph Zeger
Kostüme Almut Eppinger
Sounddesign Knut Jensen
Video Marie-Lena Eissing
Licht Uwe Grünwald
Dramaturgie Alexandra Althoff, Götz Leineweber


"Opening Night": Die gefeierte Schauspielerin Myrtle Gordon kämpft gegen das Altern an, verdrängt und verleugnet es. Die Auseinandersetzung mit einer Rolle, für die sich Myrtle noch viel zu jung glaubt, stellt sie schließlich vor eine Wahl, bei der sie nur verlieren kann: Brilliert sie, wird sie fortan auf die Rolle der alternden Diva festgelegt sein – scheitert sie, ist ihre Karriere ruiniert. Als die junge Nancy, ein glühender Fan, die den Bühnenstar kurz zuvor bestürmt hatte, von einem Auto angefahren wird und stirbt, bricht bei Myrtle eine existentielle Krise aus. Die tote Nancy wird zu einem Teil von Myrtles Realität.

Über dreißig Jahre später. Laura, die damals in "Opening Night" die siebzehnjährige Nancy spielte, wird die Rolle der Myrtle Gordon in einem Remake des Films angeboten – der Stoff, mit dem sie einst berühmt wurde. Myrtle zu spielen, könnte die lang ersehnte Chance sein, ihre stagnierende Karriere wiederzubeleben. Laura weiß, dass es ihre Letzte ist.

© Foto: Hansjörg Rindsberg

DESIRE :: DEATH :: DREAMING

nach "Krankheit der Jugend" von Ferdinand Bruckner Frankfurt LAB / HfMDK Frankfurt / Main
© Foto: Heinz Holzmann

DAS HAUS :: ACHT RÄUME :: ACHT SPIELER :: EIN ZUSCHAUER

Verein für Raum und Zeit / Spangenberg
© Foto: Thilo Beu

SCHATTEN :: FRAU

von Bernhard Mikeska und Lothar Kittstein Theater Bonn

Mit Johanna Franke, Anica Happich, Alexej Lochmann,Anabel Möbius, Baris Tangobay, Lili Ulrich, Matthias Vogel

Regie Bernhard Mikeska
Raum Bernhard Mikeska, Anna Dischkow
Kostüme Almut Eppinger
Sounddesign Sebastian Franke
Licht Andreas Wiegand
Dramaturgie Marion Tiedtke
Regieassistenz Marie Wolters
Produktion Hochschule für Musik und Darstellende Kunst, Frankfurt am Main

Gefördert durch Gesellschaft der Freunde und Förderer der Hochschule


Desiree liebt Freder, Freder liebt Marie, Marie liebt Desiree, Lucy liebt Freder. Sie alle suchen die Gewißheit der Liebe im Begehren und kranken doch an ihm: Petrell begehrt Irene, Freder begehrt Lucy, Desiree begehrt Marie, Lucy verkauft ihr Begehren an Männer und Alt läßt sich erst gar nicht auf die Liebe ein. Was ist Liebe, was Begehren? Desiree ist es schließlich, die Abschied nimmt von diesen ewig wiederkehrenden Toden der Liebe. DESIRE :: DEATH :: DREAMING ist ihr Blick auf das Leben als Albtraum. Bruckner hat die Bedürftigkeit nach Nähe in seinen Figuren eingefangen, ihre Sehnsucht nach Liebe seziert und dabei zugleich eine Anatomie des Begehrens freigelegt, der keiner entkommt. Bernhard Mikeska macht aus dem 1926 entstandenen Stück eine Suche nach der eigenen Identität im Spiegel des Anderen. Seine Inszenierung mit den Schauspielstudierenden des dritten Ausbildungsjahres an der HfMDK ist eine mikroskopisch theatrale Reise in die intime Welt der Figuren.


Premiere 11. Dezember 2014, 19.30 Uhr

Trailer (Video, 2,42 min)

Langer Trailer (Video, 26 min)

Spielbälle einer grösseren Kraft

Matthias Bischoff, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 15. Dezember 2014 (PDF)


Mit Ulrike Beerbaum, Jele Brückner, Anica Happich, Lena Hütte-Gabriel, Tanja Kodlien, Franziska Schubert, Daniel Blum, Thomas Hechelmann, Gerd Sauerland sowie Katharina Fink, Denise Hoffmann, Christine Weisel

Künstlerische Leitung Bernhard Mikeska
Regie / Text Christina Rast, Yana Thönnes, Bernhard Mikeska, Lothar Kittstein
Kostüme Brigitte Schima
Local Scout Alja Schindler
Dramaturgische Beratung Alexandra Althoff

Produktion Verein für Raum und Zeit e.V.

Gefördert durch Sonderfonds "Theater im öffentlichen Raum" (Fonds Darstellende Künste e.V.), Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Kunst, Spangropharm, Kreisparkasse Schwalm-Eder, VolaPlast, Schreinerei Gerd Sauerland, Thomas Weisel Immobilien, Druckerei Schreckhase, Kanzlei Goetjes Brand Joellenbeck, Woelmsche Apotheke


Zu einem aussergewöhnlichen Theatererlebnis laden die Regisseurinnen Christina Rast, Yana Thönnes und der künstlerische Leiter Bernhard Mikeska in ein beinahe dreihundert Jahre altes Fachwerkhaus in der Spangenberger Altstadt in Nordhessen. Acht Geschichten, acht Räume, acht Spieler, Spielerinnen und Tänzer: Das Haus in der Mittelgasse 14 wird zur Bühne für jeweils einen Zuschauer. Er betritt ein Labyrinth aus fiktiven und widersprüchlichen Erinnerungen, begegnet hinter den Türen fremden wie auch eigenen Geistern. Der Zuschauer ist mittendrin und keiner weiß, ob er wirklich nur Beobachter oder schon Teil des Geschehens ist. Der wunderschöne Hof und Garten des Hauses ist Treffpunkt und Begegnungsort für die Zuschauerinnen und Zuschauer.


Premiere 02. August 2014
Mittelgasse 14, 34286 Spangenberg

DAS HAUS (4 min, MP4)

DAS HAUS (30 min, MP4)

DAS HAUS (Reportage HR, 10. August 2014, 3 min, MP4)

Der letzte Vorhang, Friederike Felbeck, Theater der Zeit, Oktober 2014 (pdf)

Ein Fachwerkhaus als Bühne: Mittendrin, aber nicht dabei, Tobias Becker, Spiegel Online vom
04. August 2014

Ein frecher Flirt, ein totes Kind, ein Löffel Erdbeereis, Christoph Schütte, FAZ am Sonntag vom 03. August 2014 (pdf)

Ein Stück nur für dich
Michael Przbilla, DeutschlandRadioKultur vom 02. August 2014 (MP3)

Der Zuschauer ist das Wichtigste im Theater Frankfurter Neue Presse vom 30. Juli 2014

www.dashaus-mittelgasse14.de


Mit Julia Keiling, Esther Hausmann, Mareike Hein, Birte Schrein

Regie Bernhard Mikeska
Text Lothar Kittstein
Raum Michaela Kratzer
Kostüme Almut Eppinger
Sounddesign Gregor Schwellenbach
Dramaturgie Nina Steinhilber


Die Bonner Republik der 70er und 80er Jahre: Männer regieren das Land – in ihrem Schatten leben ihre Frauen. Ihr Alltag ist den Erfordernissen der Regierung untergeordnet. Ihr Leben findet im grellen Licht der Öffentlichkeit statt – und zugleich in häuslicher Enge. Die Frauen leben im Bannkreis der Macht und bleiben doch ausgeschlossen von ihr: schwer bewacht, abgeschirmt und unter ständiger Beobachtung. Sie müssen ein perfektes Äußeres zur Schau tragen. Wie lebt man ein solches Leben? Und was geschieht, wenn man versucht, daraus auszubrechen?

Der Zuschauer begibt sich alleine auf eine Spurensuche durch die Stadt Bonn, taucht ein in den Alltag und die Geschichte einer Frau im Schatten der Macht. Der Weg führt ihn dabei tief in die kollektiven Abgründe der deutschen Vergangenheit. Die Stadt wird zur Bühne eines surrealen Thrillers, der die eigene Identität in Frage stellt. War das eigene Leben vielleicht schon immer das eines Anderen?


Premiere 30. April 2014
Schauspiel Bonn

Zwischen Rhein und Tanztee
taz vom 02. September 2014, Hanna Schmeller (PDF)

Magie mit acht Zylindern
Bonner Generalanzeiger vom 03. Mai 2014, Dietmar Kanthak 

Schicksalsblitze am Rhein
Bonner Generalanzeiger vom 26. Juni 2014, Dietmar Kanthak 

Der Hit der Saison
Bonner Generalanzeiger vom 16. Juli 2014, Dietmar Kanthak 

Das ist Bonns jeckstes Theaterprojekt
Kölner Express vom 03. Mai 2014 (PDF)

Trailer (MP4, 2min)

© Foto: Donata Ettlin

DEPARTURE :: BASEL SBB

nach Motiven des Ciné-Romans LA JETÉE von Chris Marker Kaserne Basel / Gessnerallee Zürich
© Foto: Thomas DasHuber

EURYDICE :: NOIR DÉSIR

von Mikeska / Althoff / Kittstein Residenztheater München
© Foto: Birgit Hupfeld

MAKING OF :: MARILYN

von Mikeska / Althoff / Kittstein Schauspiel Frankfurt

Mit den Stimmen von Oriana Schrage, Wowo Habdank

Idee / Konzeption Bernhard Mikeska, Lothar Kittstein
Regie Bernhard Mikeska
Text Jakob Hilpert
Sounddesign Fabian Gutscher
Dramaturgie Michaela Stolte
Regieassistenz Yana Thönnes
Produktion Bernhard Mikeska
Koproduktion Kaserne Basel
Spezieller Dank Restaurant Bundesbähnli, Hotel Radisson Blue


Die grosse Halle des Bahnhofs Basel SBB. Menschen, unterwegs von Irgendwoher nach Irgendwohin. Dazwischen, wie in einer Zeitblase, ein Mann und eine Frau. Welches Schicksal verbindet die beiden? Inspiriert von Chris Markers Ciné-Roman LA JETÉE aus dem Jahr 1962 erzählt Regisseur die begehbare Soundinstallation vom Beginn einer grossen Liebe – und zugleich von der Vision des eigenen Todes. Ausgestattet mit Kopfhörern und mp3-Playern tauchen die Zuschauer ein in komplexe Soundscapes, die in der alltäglichen Gegenwart der Stadt eine virtuelle Realität entstehen lassen. Menschen, die sich noch nie begegnet sind, treten zueinander in Beziehung, beobachten sich, agieren miteinander ohne ein Wort sagen zu müssen – und werden doch zu den Protagonisten des Abends.


Premiere 19. Februar 2014
Kaserne Basel, Klybeckstrasse 1b, 4057 Basel

Premiere 18. September 2013
Gessnerallee, Gessnerallee 8, 8001 Zürich

Weitere Vorstellungen auf Anfrage möglich (ab zwei Personen)

Was für ein Theater am Bahnhof
VIA, Zeitschrift der SBB, Februar 2014 (PDF)

Theater in deinem Körper
Tageswoche Basel vom 20. Februar 2014 (PDF)

Mit Mikeska Mörderisches am Hauptbahnhof erleben, Tagesanzeiger Zürich vom 20. September 2013, Alexandra Kedves (PDF)

Sinnlich, PS vom 26. September 2013
Thierry Frochaux (PDF)

Im Trend: Audiotouren im Theater, DRS 2 vom 17. September 2013, Dagmar Walser im Gespräch mit Bernhard Mikeska und Mika Stolte (MP3)


Mit Guntram Brattia, Sibylle Canonica, Hanna Scheibe, Valery Tscheplanowa

Regie Bernhard Mikeska
Text Lothar Kittstein
Dramaturgie Alexandra Althoff, Götz Leineweber
Raum Maximilian Lindner, Bernhard Mikeska
Kostüme Almut Eppinger
Licht Gerrit Jurda
Musik und Sounddesign Knut Jensen


Sie entstammt einer der bekanntesten Kino-Dynastien des Landes, er ist ein Kind der Provinz. Man nennt das schillernde Liebespaar „den Rockstar und seine Diva“ und feiert eine Amour fou, die bis zum Äußersten geht. Doch mit ihrer dunklen Begierde löschen sie sich gegenseitig aus. Am Ende ist sie tot und sein Leben zerstört.

Wie konnte es dazu kommen? Im Mythos bezwingt die Sehnsucht den Tod und das Begehren tötet. Wenn zwei Menschen sich lieben, scheint alles möglich zu sein. Oder ist es Schicksal? Kann man der Liebe entkommen, wenn sie einschlägt wie ein Blitz, gewaltsam, unausweichlich? Was passiert, wenn man sich aufgibt, um den anderen ganz zu besitzen. Kein Blick zurück. Eins sein. Die Zeit zum Stillstand bringen. Ist das die Liebe? Oder Selbstauflösung, Vernichtung, Tod?

»Eurydice :: Noir Désir« ist eine Reise nach innen. Alle zwölf Minuten beginnt für einen einzelnen Zuschauer die Inszenierung von neuem. Das Guckkastenprinzip ist aufgehoben. Der Zuschauer ist mittendrin, und keiner weiß, ob er wirklich nur Beobachter oder schon Teil des Geschehens ist. Schein und Realität greifen ineinander. Eine Theatererfahrung mit der Fiktion einer Intimität, die berührt und verstört.


Premiere 05. Dezember 2013
Residenztheater München

Allein mit dir
von Egbert Tholl, Süddeutsche Zeitung,
07. Dezember 2013, (PDF)

Eine Amour fou, 3sat, "Kulturzeit" vom 09. Dezember 2013, Nil Varol (Video)

Das Transzendente als Thema für das Theater und die Physik, Deutschlandradio Kultur vom 01. Dezember 2013, Susanne Burg im Gespräch mit Bernhard Mikeska (MP3)

Allein in den Katakomben des Cuvilliés-Theaters, dpa vom 06. Dezember 2013, Britta Schultejans (PDF)

Eurydice Mon Désir Noir by Guntram Brattia & Knut Jensen (MP3)


Mit Sandra Gerling, Esther Hausmann, Henrike Johanna Jörissen, Franziska Junge, Martin Rentzsch, Valery Tscheplanowa 

Regie Bernhard Mikeska
Text Lothar Kittstein
Dramaturgie Alexandra Althoff
Bühne Dominic Huber (blendwerk)
Kostüme Almut Eppinger
Musik und Sound Knut Jensen
Film Nicolai Hildebrandt


Los Angeles, die Stadt der Engel, eine Traumfabrik: Die Begegnung zwischen dem
Psychoanalytiker Ralph Greenson, der sich von seinem eigentlichen Vornamen »Romeo« befreit hatte, und Norma Jeane Baker alias Marilyn Monroe konnte sich nur hier ereignen, in Hollywood. Marilyn Monroe war während der letzten acht Jahre ihres Lebens in psychoanalytischer Behandlung. Ralph Greenson war ihr letzter Therapeut. In der Nacht vom 4. auf den 5. August 1962 verständigte er telefonisch die Polizei: »Marilyn Monroe ist an einer Überdosis gestorben. Wahrscheinlich Selbstmord.«

Wie konnte es zu diesem tragischen Ende kommen? Zwischen Monroe und Green-son entwickelt sich eine Übertragungsliebe, die zur Obsession wird. Sie verspricht ihm: »Ich werde nicht sterben, solang ich in deiner Gewalt bin«. Greenson, der selbst gerne Regisseur geworden wäre, praktiziert Therapie als Drama, bricht selbstherrlich alle Regeln seiner Zunft. Schließlich entwickelt jeder die Symptome des anderen. Beide tauschen die Rollen – und richten sich gegenseitig zu Grunde. In ihrem neuen Projekt »MARILYN :: Eine Geschichte von Dir« untersuchen Bernhard Mikeska und Lothar Kittstein die Berührungspunkte von Performance und Psychoanalyse. »Ich« ist immer nur eine Fiktion. Dass eine Person »eins« ist, beruht auf Erfindung und In-szenierung: »Ich« ist eine Geschichte. Als Beobachter des Abhängigkeitsverhältnisses zwischen Monroe und Greenson gerät der Zuschauer in den Sog eines Systems aus Übertragung und Gegenübertragung. Bald wird fraglich, wer in diesem Spiel die Kontrolle hat, wessen Geschichte erzählt wird – und ob es überhaupt eine klare Grenze gibt zwischen Wirklichkeit und Traum.


Premiere 02. Juni 2013
Schauspiel Frankfurt

Allein mit dem Sexsymbol, Michael Hierholzer, FAZ 04. Juni 2013 (PDF)

Die Göttin und ich, Peter Michalzik, Frankfurter Rundschau 04. Juni 2013 (PDF)

HR2-Frühkritik von Ursula May am 04. Juni 2013 (MP3)

Irrgarten der Projektionsflächen, Esther Boldt, Journal Frankfurt, 21. Juni 2013 (PDF)

Meet the Marilyns, VOGUE Juni 2013 (PDF)

Video, Gesamtmitschnitt (66 min, MP4)

 

© Foto: Bernhard Mikeska

JULIES ROOM :: eine Projektion

Ein Projekt von mikeska:plus:blendwerk Schlachthaus Theater Bern
© Foto: Philipp Zinniker

AUGEN :: BLICKE

Schaufenster-Installation von Bernhard Mikeska Text von Peter Stamm Stadttheater Bern
© Foto: Heinz Holzmann

IN MY ROOM :: Die Geschichte von Julie

Projekt von mikeska:plus:blendwerk Gessnerallee Zürich

Mit Karin Enzler, Petra Schmidig, Christopher Novak

Regie Bernhard Mikeska
Raum Dominic Huber (blendwerk)
Video Nicolai Hildebrandt
Sound Knut Jensen
Licht Christa Wenger
Produktion mikeska:plus:blendwerk
Koproduktion Schlachthaus Bern


Eine Wohnung in der Stadt. Eine aufstrebende junge Pop-Sängerin kommt mit ihrem Freund von einem Konzert nach Hause. Beide verbindet ein mysteriöses, schuldbeladenes Ereignis der Vergangenheit, das allgegenwärtig scheint. Mitten in der Nacht klingelt es an der Tür. Eine junge Frau ist draussen. Als Stalkerin drängt sie sich in das Leben der Sängerin: sie möchte sein wie sie. Und beginnt eine Affäre mit ihrem Freund.

Zweimal erleben die Besucher eine verblüffend ähnliche Geschichte. Zweimal blicken sie als unsichtbare Voyeure auf ein Leben, das bestimmt ist von der Angst, nur eine Kopie zu sein. Zunächst in einer Projektion simultaner Videos aus unterschiedlichen Perspektiven einer Wohnung, dann hautnah in einer hyperrealistischen Kopie dieser Wohnung. Während im Gedächtnis des Zuschauer das Filmerlebnis noch nachhallt, materialisiert sich die Projektion, Dejavu-Erlebnisse stellen die Linearität der Zeit auf den Kopf. Videoprojektion und Live-Performance verbinden sich im Erinnerungsprozess, Aussenrealität und Innenwelt ver-schmelzen, Zukunft, reale und gespielte Vergangenheit werden in der physischen Erinnerung des Besuchers zu einem endlos geflochtenen Band.


Premiere 30. Januar 2013
Schlachthaus Theater Bern

Trailer (3 min, MP4)

Ein Publikum voller Gespenster, Lena Rittmeyer, Der Bund vom 01.02.2013 (PDF)

Der Publikumsanimateur, Hanna Jordi, Der Bund vom 24.01.2013 (PDF)


Mit Henriette Ceipek, Mona Kloos, Sabine Martin, Milva Stark, Philip Hagman, Andri Schenardi, Ernst C. Sigrist, Diego Valsecchi, Stefano Wenk

Regie Bernhard Mikeska
Raum und Kostüme Romy Springsguth
Sound Fabian Gutscher
Dramaturgie Karla Maeder
Textfassung Bernhard Mikeska, Karla Maeder


Die dreissig Meter lange Schaufensterfront des Berner Kaufhauses LOEB wird zum Zuschauerraum. Der Blick des Zuschauers fällt auf die gegenüberliegende Heiliggeistkirche. Die Arkaden werden zum Spielort, die Spitalgasse zur Bühne. Das Schauspielensemble des Theaters Bern mischt sich unter den Strom der Passanten.

Wartende, Neugierige, Spaziergänger, Busse, Strassenbahnen, Lieferwagen, Velofahrer, alle werden Teil des Spiels. Stimmen und Geräusche von der Strasse dringen durch die Schaufensterscheiben. Wer spricht? Was ist echt? Was ist inszeniert? Die Stadt und ihr Alltag wandeln sich zur Kulisse – die Glaubwürdigkeit der Realität steht auf dem Spiel.

Aus einer ungewöhnlichen Perspektive wirft der Zuschauer im Schaufenster einen neuen Blick auf einen scheinbar vertrauten Ort. Und erlebt sich selbst zugleich in einer neuen Rolle: der Beobachter im Schaufenster wird zum Beobachteten, der sich den Blicken der Menschen auf der anderen Seite der Glasscheibe ausgesetzt sieht.


Premiere 09. Juni 2012
Kaufhaus LOEB / Stadttheater Bern

Welttheater in den Berner Gassen, DRS 2 vom 11. Juni 2012, Kaa Linder (MP3)

Endlich ungeniert gaffen, Der Bund vom 11. Juni 2012, Daniel di Falco (PDF)

Die Personen sind einfach da und verschwinden wieder, nachtkritik vom 10. Juni 2012, Charles Linsmeyer (PDF)


Mit Karin Enzler, Petra Schmidig, Christopher Novak

Regie Bernhard Mikeska
Raum Dominic Huber (blendwerk)
Kostüme Judith Steinmann
Sound Knut Jensen
Licht Christa Wenger
Produktion mikeska:plus:blendwerk
Koproduktion Gessnerallee Zürich


Eine Wohung in Zürich. Die Avantgarde-Pop-Sängerin Julie kommt von einem Konzert nach Hause. Ihr Produzent Robert ist zugleich ihr Freund. Beide verbindet ein mysteriöses, schuldbeladenes Ereignis der Vergangenheit, das allgegenwärtig scheint. Mitten in der Nacht klingelt es an der Tür. Eine junge Frau ist draussen. Die Stalkerin Charlotte drängt sich in Julies Leben: sie möchte sein wie sie. Charlotte beginnt eine Affäre mit Robert.

Eine Woche später. Erneut blicken die Zuschauer als unsichtbare Voyeure hinter die Fassa-de des Lebens. Die Erinnerung an den ersten Abend beginnt zu verschwimmen, Dejavu-Erlebnisse stellen die Linearität der Zeit auf den Kopf. Noch einmal werden die Zuschauer Zeugen eines Dramas hinter der glänzenden Oberfläche Zürichs. Die Aussenrealität wird zur Innenwelt. Fiktion und Realität, Zukunft, reale und gespielte Vergangenheit überlagern sich mit der Erinnerung des Zuschauers und verschmelzen zu einem endlos geflochtenen Band.

Ein leiser Tod hinter den Wänden der Stadt führt den Zuschauer zurück ins eigene Leben.


Premiere 02. Mai 2012 (Teil I) / 09. Mai 2012 (Teil II)
Theaterhaus Gessnerallee Zürich

Trailer (3 min, MP4)

Kopftheater zum Anfassen in zwei Wohnungen, Tagesanzeiger Zürich vom 04.Mai 2012, Alexandra Kedves (PDF)

Die Angst, nur eine Kopie vom Original zu sein, Neue Zürcher Zeitung vom 11.Mai 2012, Katja Baigger (PDF)

© Foto: Birgit Hupfeld

JE T'AIME :: JE T'AIME

von Mikeska / Althoff / Kittstein Schauspiel Frankfurt
© Foto: Birgit Hupfeld

GEISTER VON AMNAŞ

von Bernhard Mikeska und Lothar Kittstein Theater Oberhausen
© Foto: Heinz Holzmann

OPENING NIGHT :: ORPHÉE

Projekt von mikeska:plus:blendwerk Gessnerallee Zürich / Kaserne Basel

Mit Traute Hoess, Franziska Junge, Nils Kahnwald, Thomas Schmidt, Peter Schröder, Valery Tscheplanowa und Rahel Rosenkötter / Emma Teitge

Regie Bernhard Mikeska
Text Lothar Kittstein
Raum Dominic Huber (blendwerk)
Kostüme Almut Eppinger
Sound Knut Jensen
Dramaturgie Alexandra Althoff


Der aus dem Kult-Film JE T'AIME weltbekannte Star Catrine feiert den 50. Geburtstag. Die Filmwelt trifft sich zum Stelldichein in ihrer mondänen Villa. Aber das Fest kann nur mühsam verdecken, was unter der glänzenden Oberfläche verborgen ist: Catrines Produzentin wendet sich von ihr ab, ihr Mann hat eine Affäre mit der blutjungen Schauspielerin Olga, die Gäste tuscheln. Am Ende fällt ein Schuß - Catrine ist tot.

In den folgenden Jahren erobert Olga zielstrebig Catrines Position. Sie kauft ihr Haus und spielt im Remake von JE T'AIME ihre Rolle. Auf dem Höhepunkt des Ruhms gerät Olga im-mer mehr in den Sog ihres großen Vorbilds. Immer weniger vermag sie, Wirklichkeit und Filmwelt zu unterscheiden. Als ein Film über ihr Leben gedreht wird, geraten die letzten Ge-wißheiten ins Wanken. Olga spielt die Rolle ihres Lebens. Oder ist das ihr Leben -  nur eine Rolle? Und wie heisst diese Rolle - Catrine?

Als Gäste des Fests sind die Zuschauer per Kopfhörer jeder für sich subjektiv und zugleich kollektiv mitten im Geschehen. Eine irritierende Mischung aus Nähe und Distanz läßt den Zuschauer glauben, er bewege sich selbst durch einen Film. Die Szenerie gerät ins Wanken, Raum- und Zeit-Perspektiven verschieben sich, überraschende Ein- und Ausblicke gleiten vorüber wie in einer überdimensionalen Kamerafahrt.

Der eigene Film im Kopf ist es, der den Zuschauer schließlich unwiderstehlich in den Strudel von Olgas Todestraum hineinzieht. Und das Theater wird zur Realität, die dafür gemacht ist, Geschichten zu erzählen und Träume wahr werden zu lassen: zur Traumfabrik.


Premiere 25. August 2011
Schauspiel Frankfurt

DER DIVEN MOMENT, Frankfurter Rundschau vom 27. August 2011, Peter Michalzik (PDF)

Stefan Keim in DeutschlandRadioKultur am 25. August 2011 (MP3)

BOULEVARD DER DÄMMERUNG, Theater heute 11/2011, Sabine Heymann (PDF)

Theaterexperiment in Frankfurt SPIEGEL ONLINE vom 24. August 2011, Tobias Becker

Trailer Langfassung 18min (MP4)


Mit Angela Falkenhan, Esther Hausmann, Martin Hohner, Hartmut Stanke

Regie Bernhard Mikeska
Text Lothar Kittstein
Ausstattung Dorothee Curio
Sounddesign Gregor Schwellenbach
Dramaturgie Hannah Schwegler


Sibiu / Hermannstadt, Rumänien. Weihnachten 1989. 20 Grad über Null, ein aussergewöhnlich milder Dezembertag. Eine günstige Wetterlage für die Revolution. Während Ceaucescu mit dem Hubschrauber vom Dach des Präsidentenpalasts flieht und in der Stadt 99 tödliche Schüsse fallen, erklärt der junge Hans seiner Frau Kristina "Da draussen ändert sich alles! Wir kriegen ein neues Leben!"

Hans taucht ein in eine neue unbekannte Welt, die ihm seine Träume zu erfüllen verspricht. Immer weiter weg von zu Hause führt ihn seine Reise, immer surrealer erscheinen die Stationen seines Lebens. Eine geheimnisvolle zweite Frau taucht auf. Maria. Wer ist sie in Wirklichkeit? Woher kommt sie?  

Der Beobachter begibt sich mit Hans auf eine Reise. Immer tiefer dringt er ein in seine Phantasien, Träume und Alpträume. Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft scheinen ihre Bedeutung zu verlieren. Was ist wirklich geschehen? Ist überhaupt etwas geschehen? Oder geschieht alles nur im Moment der Erinnerung?

Je weiter sich Hans von der Realität entfernt, desto mehr wird der Beobachter zur Hauptfigur seines eigenen Films im Kopf.


Premiere 08. April 2011
Theater Oberhausen

Die wunde Heimat
von Stefan Keim, 09. April 2011

Kopfhörtheater
Frankfurter Allgemeine Zeitung, Andreas Rossmann 12. April 2011

Hans im Unglück
WAZ, Arnold Hohmann, 10. April 2011


Mit Sascha Geršak, Wowo Habdank, Jesse Inman, Mareike Sedl, Maria Spanring

Regie Bernhard Mikeska
Raum Dominic Huber (blendwerk)
Kostüme Judith Steinmann
Sounddesign Knut Jensen
Licht Christa Wenger
Video Marie-Catherine Theiler
Dramaturgie Andreas Regelsberger, Nikolai Steinhart
Koproduktion Gessnerallee Zürich, Migros Kulturprozent, Kaserne Basel


mikeska:plus:blendwerk entführen ihr Publikum in das Zwischenreich des Theaters, in eine Welt zwischen Schein und Sein. Immer wieder verschwinden Schauspieler für ihren Auftritt durch eine Tür auf die andere Seite: auf eine weitere Bühne. Aber was wird dort aufgeführt? Ein Autor arbeitet an einer Adaption des Films ORPHÉE. Seine Freundin Eurydice spielt in der Aufführung mit. Ist sie Gena Rowlands in einer Adaption von Cassavetes OPENING NIGHT? Und wer ist die geheimnisvolle Unbekannte, von der sich der Autor magisch angezogen fühlt? Eine Frau verschwindet. Ein Bühnenunfall geschieht. Ist der Autor nur Akteur in seinem eigenen Stück? Spielt der Zuschauer selbst einen fiktiven Zuschauer? Und kann man in diesem Spiel zwischen Wahrheit und Fiktion den Boden der Realität zurückgewinnen, indem man selbst die Seiten wechselt? Vielleicht ergibt erst der doppelte Blick ein Ganzes - vielleicht führt er auch noch tiefer ins Labyrinth der Realitäten. Das Geschehen verwächst in Zeit und Raum zu einem Möbius-Band, das Bühne und Backstage, Diesseits und Jenseits ebenso rätselhaft wie unauflösbar miteinander verbindet.


Uraufführung 20. November 2010, Theaterhaus Gessnerallee Zürich

Trailer (Preview) (2:20 min)

Trailer (Show) (4:20 min)

Hier kann der Zuschauer sich selbst begegnen
Tagesanzeiger Zürich, Andreas Tobler, 22. November 2010

© Foto: ZVV

LINIE :: 31

Video-Installation von mikeska:plus:blendwerk Theaterhaus Gessnerallee
© Foto: Heinz Holzmann

REMAKE :: ROSEMARIE

von Mikeska / Althoff / Kittstein Schauspiel Frankfurt
© Foto: Judith Schlosser

MARIENBAD :: coming soon

Projekt von mikeska:plus:blendwerk Theaterhaus Gessnerallee / HAU Berlin

Idee / Konzeption Bernhard Mikeska, Dominic Huber
Recherche Dominic Huber, Elvira Isenring, Bernhard Mikeska, Katja Trachsel
Sound Bernhard Mikeska, Dominic Huber
Video Elvira Isenring
Koproduktion Theaterhaus Gessnerallee
Produktion mikeska:plus:blendwerk


Im Rahmen der Jubiläumsveranstaltung  «Wir retten Zürich» des Theaterhauses Gessnerallee Zürich begeben sich der Regisseur Bernhard Mikeska und der Bühnenbildner Dominic Huber (blendwerk) auf eine Reise mit dem Bus 31. In persönlichen Begegnungen mit den Fahrgästen entstehen Audio-Porträts von Menschen, die täglich mit der gleichen Buslinie, vom Hegibachplatz oder vom Hardplatz, zum Zürich HB unterwegs sind. Wer sind diese Menschen, die aus entgegengesetzten Richtungen den Bus teilen und sich niemals begegnen? Alle neugierigen Fahrgäste haben nun die Gelegenheit, virtuell die anderen Seite zu erfahren, die doppelte Welt der Linie 31 kennenzulernen.


Premiere 01. Juli 2010
Theaterhaus Gessnerallee

Busspotting
Marcel Reuss, Tagesanzeiger Zürich vom 29.06.2010 (PDF)


Mit Esther Hausmann, Thomas Huber, Martin Rentzsch, Thomas Schmidt, Valery Tscheplanowa und Yevgenia Korolov

Regie Bernhard Mikeska
Text Lothar Kittstein
Raum Evi Wiedemann
Kostüme Almut Eppinger
Sounddesign Knut Jensen
Dramaturgie Alexandra Althoff
Künstlerische Mitarbeit Andreas Regelsberger
Ton Joachim Schröder

Gefördert durch Kulturstiftung des Bundes


Sie ist Deutschlands berühmteste Prostituierte: Rosemarie Nitribitt. Ein Name, der nach Sprengstoff klingt. Und tatsächlich provozierte er im Nachkriegsdeutschland der Fünfziger Jahre heftige Detonationen, die für einen Sprung in der rosafarbenen Wirt-schaftswunderbrille sorgt. Die zahlreichen Presseberichte jener Zeit und auch die Spielfilmfigur haben den Rosemarie-Mythos begründet. Doch alle Filme über ihr Le-ben erzählen eine frei erfundene Geschichte. Die Ermittlungsakten zu dem Mordfall Rosemarie Nitribitt im Hessischen Hauptstaatsarchiv in Wiesbaden wären das bessere Drehbuch gewesen.

«REMAKE :: ROSEMARIE» rollt den Fall noch einmal von vorne auf. Alle zehn Minuten betritt ein Zuschauer die szenische Installation und gelangt in das Labyrinth des Lebens von Rosemarie Nitribitt. Ihre Erinnerung ist in intimen Situationen einge-fangen, hier verschieben sich die Grenzen von Traum und Wirklichkeit, Ursache und Wirkung.

Ausgehend von recherchiertem Material entwirft Regisseur Bernhard Mikeska ein subjektives und widersprüchliches Bild von Rosemarie Nitribitt, die am 1. November 1957 tot in ihrer Wohnung in Frankfurt am Main in der Stiftstraße 36 aufgefunden wurde. Der Mord konnte bis heute nicht aufgeklärt werden.


Premiere 16. Dezember 2009
Schauspiel Frankfurt

Ich bin die Nitribitt
Peter Michalzik, Frankfurter Rundschau
vom 18. Dezember 2009  (PDF)

Nitribitts schöner Schein
Esther Boldt, nachtkritik.de vom 17. Dezember 2009

Tontechnik für die szenische Installation REMAKE :: ROSEMARIE, Bühnentechnische Rundschau, Joachim Schröder, 2/2010


Mit Andrea Schmid, Sascha Geršak und Wowo Habdank

Regie Bernhard Mikeska
Raum Dominic Huber (blendwerk)
Kostüme Judith Steinmann
Text Ulrich Woelk
Dramaturgie Andreas Regelsberger
Licht Christa Wenger
Sounddesign Knut Jensen
Produktion mikeska:plus:blendwerk
Koproduktion Theaterhaus Gessnerallee, Kaserne Basel, HAU Berlin

Gefördert durch Stadt Zürich, Fachstelle Kultur Kanton Zürich, ProHelvetia, Migros Kulturprozent, Ernst Göhner Stiftung, Familien-Vontobel-Stiftung, Schweizerische Interpreten Stiftung, BLEUEL electronic ag


Musik, Abspann. Eine Filmvorführung geht ihrem Ende entgegen. Das Publikum gelangt aus dem Vorführsaal in ein Kinofoyer. Hier wurde offenbar schon lange kein Ticket mehr verkauft. Will man den Plakaten an den Wänden Glauben schenken, lief zuletzt der Film "Letztes Jahr in Marienbad" von Alain Resnais und Alain Robbe-Grillet. Wie von selbst startet der Film erneut, generiert eine sich wiederholende Zeitschleife, ein Raum-Zeit-Labyrinth, in dem Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft ihre Bedeutung verloren haben und das seine Gefangenen, beim Versuch es zu verlassen, nur noch tiefer in sein Inneres hineinführt. In dieser Welt zwischen Kino und Wirklichkeit versuchen eine Frau und zwei Männer die Puzzle-Steine ihrer gemeinsamen Geschichte neu zu ordnen. Was ist wirklich geschehen? Ist überhaupt etwas geschehen? Oder geschieht alles nur im Moment der Erinnerung? Welche Spuren hinterliess die Geschichte? Aus welchen Zeichen lässt sich Zukunft deuten? Vor den Augen und Ohren des Publikums entfaltet sich ein komplexes Ursache-Wirkungs-Rätsel.


Premiere 22. April 2009
Theaterhaus Gessnerallee

Vor dem Film ist nach dem Film ist vor dem Film
Bettina Spoerri, NZZ vom 24.04.2009 (PDF)

Trailer (4 min, MP4)

© Foto: Bernhard Mikeska

DER PLANET :: eine kurze Geschichte über die Liebe

von Jewgeni Grischkowez mikeska:plus:blendwerk / Kaserne Basel
© Foto: Lisa Biedlingmaier

GHOSTS :: who's watching you?

Projekt von mikeska:plus:blendwerk Text nach "Ghosts" von Paul Auster Theaterhaus Gessnerallee Zürich
© Foto: Judith Schlosser

Rashomon :: TRUTH LIES NEXT DOOR

Projekt von mikeska:plus:blendwerk Fabriktheater, Rote Fabrik Zürich

Mit Maria Spanring und Christopher Novak

Regie Bernhard Mikeska
Ausstattung Dominic Huber (blendwerk)
Telefontechnik / Sound Andi Döbeli
Produktion mikeska:plus:blendwerk
Koproduktion Kaserne Basel


Du erhältst einen Anruf. Eine junge Frau verwickelt dich in ein Gespräch. Ob du sie kennenlernen möchtest? Du musst nur deiner inneren Stimme vertrauen, sie wird dich zu ihr führen. Du bist neugierig geworden und mit etwas Herzklopfen lässt du dich darauf ein. Wer ist diese Frau? Was erwartet dich? Bevor du darüber nachdenken kannst, nistet sich eine männliche Telefonstimme in deinem Kopf ein. Die Stimme führt dich durch die Gassen und über die Plätze der in der Dämmerung liegenden Stadt.


Premiere 18. September 2008
Kaserne Basel

Am Schluss führt der kleine Stadtspaziergang vor ein Schaufenster. Hinter der Scheibe sehe ich quasi als Voyeur eine Frau, die voller Sehnsucht nach Liebe und Geborgenheit steckt und, wie sie sagt, auf mich gewartet hat... So nahe ist Theater selten.
infam.antville.org

Mit sich selbst allein in der Welt.
Altbekanntes plötzlich exotisch und fremd.
Eine Verliebtheit für Sekunden.
In homöopathischer Dosis hinter Glas.
Gästebucheintrag

Liebe Felizia!
Ja, mit "z" schreibe ich dir und schaue in deine Augen und denke, wäre ich doch sitzen geblieben. Wäre ich doch dort geblieben, hätte nochmals die Platte aufgelegt und Hugh Grant hätte etwas gehaucht und wir zwei wären im Flimmern gesessen, vielleicht wäre deine Hand nochmals zu meiner gewandert, vielleicht hätte sich dein Kopf nochmals zu meinem geneigt und ich hätte endlich auch die Augen geschlossen und dein Bild wäre gleich wieder aufgetaucht.
Gästebucheintrag

Das hat mich sehr berührt. Sie haben mich berührt - auf wunderbare Weise - und ich musste mehrmals tief durchatmen, nachdem Sie die Tür hinter sich verschlossen hatten...
Gästebucheintrag


Mit Miriam Fiordeponti, Sascha Geršak, Wowo Habdank, Andrea Schmid / Lara Körte, Dominique Müller, Luc Müller

Regie Bernhard Mikeska
Raum Dominic Huber (blendwerk)
Kostüme Esther Krapiwnikow
Dramaturgie Andreas Regelsberger
Licht Christa Wenger
Sound Martin Wigger
Produktion mikeska:plus:blendwerk
Koproduktion Theaterhaus Gessnerallee Zürich

Gefördert durch Präsidialdepartement der Stadt Zürich, Fachstelle Kultur Kanton Zürich, ProHelvetia, Ernst Göhner Stiftung, Migros Kulturprozent


Der Zuschauer erhält einen Anruf: observieren Sie eine Person namens Black. Vom Auftraggeber via Mobiltelefon auf die Fährte gesetzt, folgt man als Beobachter Black exklusiv an verschiedene Orte der Stadt. Die Stadt und ihr Alltag wandeln sich immer mehr zur Kulisse – die Glaubwürdigkeit der Realität steht auf dem Spiel.
Die Stimme im Ohr ist bald Aufforderung eines Unbekannten, bald Kommentar der Bewegungen und Wahrnehmungen des Beobachters – fast so als spräche er mit sich selbst, als wäre es seine eigene innere Stimme, der er unentwegt zuhört. Vielleicht ist es aber auch die Stimme eines Anderen, in dessen akustischem Spiegelbild sich eine Kluft auftut zwischen der unmittelbaren Umgebung, dem Zugehörten und dem Beobachteten.


Premiere 17. Oktober 2007
Theaterhaus Gessnerallee Zürich

Die Geschichte des Beobachters
von Bettina Spoerri, Neue Zürcher Zeitung vom 17. Oktober 2007

Verfolgungsjagd in Zürich, Kreis 4
von Rico Bandle, kulturblog.ch vom 16. Oktober 2007

Wenn Verfolger Verfolgern folgen
von Felizitas Amman, nachtkritik.de vom 17. Oktober 2007


Mit Sascha Geršak, Anja Tobler / Carolin Maiwald, Martin Kautz und Wowo Habdank, Thomas Hechelmann, Lara Körte, Margot Gödrös (Video) sowie Charlotte von Bausznern (Hotelpage)

Regie Bernhard Mikeska
Ausstattung Dominic Huber (blendwerk)
Dramaturgie Miriam Ehlers / Andreas Regelsberger
Licht & Video Christa Wenger
Sounddesign Stefan Reinhardt  
Produktion mikeska:plus:blendwerk
Koproduktion Fabriktheater Rote Fabrik, Zürich


Ein Mann liebt eine Frau. Die Frau liebt den Mann. Ein zweiter Mann taucht auf. Auch er liebt die Frau. Die Frau ist hin- und hergerissen. Der zweite Mann nähert sich der Frau. Am Ende ist ihr Mann tot, der zweite Mann des Mordes beschuldigt, die Frau verschwunden. Aber was ist wirklich passiert? Zu jedem Krimi gehört eine Lösung und für alles findet sich eine Erklärung. RASHOMON handelt dagegen von der Utopie des Ungewissen.

mikeska:plus:blendwerk verdichten den japanischen Klassiker RASHOMON zu einem Labyrinth subjektiver Wahrheiten. Alle 15 Minuten startet je ein Beobachter. In einem fiktiven Hotel begegnet er exklusiv den drei Protagonisten und ihrer jeweiligen Perspektive auf die Ereignisse. In einer sich ins Surreale wandelnden Versuchsanordnung inszenieren sich die Figuren mal in der Opfer-, mal in der Täterrolle.

Der Struktur von Akutagawas Novelle folgend dringt der Beobachter immer tiefer in das Geschehen ein. Geschützt durch die Poetik von Akutagawas Sprache ist er Zuhörer, Vertrauter und Voyeur in einer Person. Zwischen Traum und Wirklichkeit erlebt er seinen ganz eigenen Film im Kopf – und wird am Ende zu einem Teil des Systems: “Wer mit Ungeheuern kämpft, mag zusehn, dass er nicht selbst dabei zum Ungeheuer wird. Und wenn du lange in einen Abgrund blickst, blickt der Abgrund auch in dich hinein.” (F.N.).


Premiere 03. Oktober 2006
Fabriktheater Rote Fabrik, Zürich

Gastspiele
Impulse 2007 (Mülheim / Düsseldorf)
cut&paste HAU Berlin, FADJR International Theater Festival, Tehran, Krakow Reminiscenje Teatralne, Autorentheatertage Thalia-Theater Hamburg

Im Dickicht der Wahrheit
Tagesanzeiger Zürich vom 05. Oktober 2006 (PDF)

Als das Erzählen noch geholfen hat
Esther Boldt, 24. November 2007 (PDF)

Fajr Intl. Festival winners announced, Sascha Geršak "Best actor" of the Fadjr Festival Tehran
Tehran Times, 16. Februar 2008 (PDF)

Dorothea Marcus, taz vom 27. November 2007
"Ihr Hotel-Projekt TRUTH LIES NEXT DOOR ist auch eine Kunstinstallation. Man fühlt sich an die auratischen Räume von Gregor Schneider erinnert, wenn man auf einmal allein in einem Hotelzimmer sitzt, obwohl man doch eine Theaterkarte gekauft hatte. Jederzeit könnte jemand aus dem Wandschrank kriechen. Stattdessen geht der Fernseher an und drei Personen erzählen ihre Versionen eines Mordes. Dann knallt die Tür hinter uns auf und ein Mann bezichtigt sich der Tat. Er schickt uns weiter in ein unheimliches Labyrinth aus kaum veränderten Zimmern. Zum Schluss wandert man von außen an dem surrealen Gebilde vorbei: ein Haufen gezimmerter Kulissenbretter.Selten ist die Illusionsmaschine Theater so grandios demontiert worden."

Theater der Zeit
"Als Favoriten für den Impulse-Hauptpreis hatte das Publikum allerdings schnell zwei Anwärter ausgemacht: Ivana Müller und die Gruppe mikeska:plus:blendwerk. In deren Dramatisierung des Kurosawa-Films „Rashomon" werden die Zuschauer einzeln(!) durch Bühnen-Hotelzimmer gescheucht und nacheinander drei Schauspielern ausgesetzt, die jeweils ihre Version eines Verbrechens erzählen. Ein hautnahes Spiegelkabinett der Wahrheiten, aus dem es kein Entrinnen gibt und das dem beherzten Zuschauer sogar Mitwirkungsmöglichkeiten eröffnet."

© Foto: Judith Schlosser

FALLS CITY :: Die Geschichte des Brandon Teena

Projekt von mikeska:plus:blendwerk Fabriktheater Rote Fabrik Zürich
© Foto: Ina Tartler

Die bitteren Tränen der Petra von Kant

von Rainer Werner Fassbinder Schauspielhaus Salzburg

Mit Sascha Geršak, Sylvia Habermann, Kenneth Huber, Mirjam Smejkal, Julia Stöter

Regie Bernhard Mikeska
Text Simone Kucher / Bernhard Mikeska
Bühne Dominic Huber (blendwerk)
Kostüm Marcella Maichle
Licht Claudia Rutz
Dramaturgie Miriam Ehlers
Produktion mikeska:plus:blendwerk / GO Theaterproduktionen
Koproduktion Fabriktheater Rote Fabrik, Zürich


Erzählt wird die wahre Geschichte des jungen Mannes Brandon Teena, der im Körper einer Frau geboren wurde. Um als Mann zu leben, negiert er alle Geschlechterrollen und bezahlt dafür mit seinem Leben. In Falls City, Nebraska, findet er als Fremder für kurze Zeit sein Glück, bevor er wegen Betrugs ins Gefängnis muss. Zweifel an seiner Identität kommen auf, die Angst vor der Auflösung von eindeutigen Rollenbildern setzt eine Gewaltspirale in Gang. Seine ?besten? Freunde fühlen sich hintergangen und vergewaltigen ihn. Als Brandon sie anzeigt, töten sie ihn am letzten Tag des Jahres 1993.

Das Theaterprojekt erzählt den authentischen Fall in miteinander verschachtelten Monologen. Das Material stammt aus Akten, Interviews und einer Biographie. In einer Mischung aus realen und surrealen, privaten und öffentlich-ausgestellten Momenten wird der Abend getragen von psychologisch genau beobachteten Figuren, die aus ihrer ganz persönlichen Perspektive berichten. Im Sinne der amerikanischen Philosophin Judith Butler, nach deren Theorie Geschlechtsidentität nicht durch die natürliche Disposition, sondern durch den Diskurs erzeugt wird, wird Brandon durch die verschiedenen Wahrnehmungen und Zuschreibungen bestimmt.

Die Zuschauer sitzen mitten im Geschehen der Karaoke-Bar und sind Zeugen der Rechtfertigungen. Brandon fungiert als Projektionsfläche für Hoffnungen und Wunschträume. In ihm kristallisiert sich die Sehnsucht, der zu sein, der wir wirklich sind oder sein wollen -- jenseits von vorgegeben Verhaltensmustern.

Der erste öffentliche Fall eines "hate crime" aufgrund uneindeutiger Geschlechtsidentität löste in den USA eine große Welle von Empörung aus. Einer der beiden Angeklagten, John Lotter, wurde zum Tode verurteilt und wartet bis dato auf seine Hinrichtung.


Premiere 30. April 2005
Fabriktheater Rote Fabrik, Zürich

Im falschen Körper geboren
Charlotte Staehelin, Tagesanzeiger Zürich, 02. Mai 2005 (PDF)

Fallstudie
Neue Zürcher Zeitung, 02. Mai 2005 (PDF)

Der Fall Brandon Teena
Tom Mustroph, Neues Deutschland, 18. Mai 2005 (PDF)

 

 


Mit Alicia Aumüller, Daniela Enzi, Ute Hamm, Bernadette Heidegger, Margit Lindbichler, Verena Saake

Regie Bernhard Mikeska
Bühne Lucia Becker
Kostüme Susanne Hofmann
Dramaturgie Ina Tartler


"Von Fassbinders fünfaktigem Melodram über das unglückliche Liebesleben der Modeschöpferin Petra von Kant wird man stark gerührt, obwohl - oder: gerade weil das Stück eine sehr künstliche Nachempfindung einer echten Kitsch-Geschichte ist. Jedoch die Kraft von Sentimentalität und Jammer ist ungebrochen und original, genauso wirksam wie in einem Lore-Roman. Das Verfahren ist nicht mehr das „kritische" Zitieren, sondern das komplette Imitieren, einschließlich der Gefühlsreaktionen, die so eine Geschichte auslöst. Zuerst erlebt man etwas ganz vertrauensselig mit und später muss man plötzlich sehen, wie man damit fertig wird. Das ist nicht einfach, weil meistens die Scham, dass man sich von ganz gewöhnlichen und routinierten Effekten hat rühren lassen, zu unbeherrschten Urteilen verleitet."
Botho Strauß zur Uraufführung (1971)


Premiere 24. September 2003
Schauspielhaus Salzburg

Die Souveränität des Scheiterns
von Hans Langwallner, Kronen-Zeitung,
26. September 2003

In einer kalten Welt der falschen Gefühle
von Karl Harb, Salzburger Nachrichten,
26. September 2003


Mit Sascha Geršak, Anja Tobler / Carolin Maiwald, Martin Kautz und Wowo Habdank, Thomas Hechelmann, Lara Körte, Margot Gödrös (Video) sowie Charlotte von Bausznern (Hotelpage)

Regie Bernhard Mikeska
Ausstattung Dominic Huber (blendwerk)
Dramaturgie Miriam Ehlers / Andreas Regelsberger
Licht & Video Christa Wenger
Sounddesign Stefan Reinhardt  
Produktion mikeska:plus:blendwerk
Koproduktion Fabriktheater Rote Fabrik, Zürich


Ein Mann liebt eine Frau. Die Frau liebt den Mann. Ein zweiter Mann taucht auf. Auch er liebt die Frau. Die Frau ist hin- und hergerissen. Der zweite Mann nähert sich der Frau. Am Ende ist ihr Mann tot, der zweite Mann des Mordes beschuldigt, die Frau verschwunden. Aber was ist wirklich passiert? Zu jedem Krimi gehört eine Lösung und für alles findet sich eine Erklärung. RASHOMON handelt dagegen von der Utopie des Ungewissen.

mikeska:plus:blendwerk verdichten den japanischen Klassiker RASHOMON zu einem Labyrinth subjektiver Wahrheiten. Alle 15 Minuten startet je ein Beobachter. In einem fiktiven Hotel begegnet er exklusiv den drei Protagonisten und ihrer jeweiligen Perspektive auf die Ereignisse. In einer sich ins Surreale wandelnden Versuchsanordnung inszenieren sich die Figuren mal in der Opfer-, mal in der Täterrolle.

Der Struktur von Akutagawas Novelle folgend dringt der Beobachter immer tiefer in das Geschehen ein. Geschützt durch die Poetik von Akutagawas Sprache ist er Zuhörer, Vertrauter und Voyeur in einer Person. Zwischen Traum und Wirklichkeit erlebt er seinen ganz eigenen Film im Kopf – und wird am Ende zu einem Teil des Systems: “Wer mit Ungeheuern kämpft, mag zusehn, dass er nicht selbst dabei zum Ungeheuer wird. Und wenn du lange in einen Abgrund blickst, blickt der Abgrund auch in dich hinein.” (F.N.).


Premiere 03. Oktober 2006
Fabriktheater Rote Fabrik, Zürich

Gastspiele
Impulse 2007 (Mülheim / Düsseldorf)
cut&paste HAU Berlin, FADJR International Theater Festival, Tehran, Krakow Reminiscenje Teatralne, Autorentheatertage Thalia-Theater Hamburg

Im Dickicht der Wahrheit
Tagesanzeiger Zürich vom 05. Oktober 2006 (PDF)

Als das Erzählen noch geholfen hat
Esther Boldt, 24. November 2007 (PDF)

Fajr Intl. Festival winners announced, Sascha Geršak "Best actor" of the Fadjr Festival Tehran
Tehran Times, 16. Februar 2008 (PDF)

Dorothea Marcus, taz vom 27. November 2007
"Ihr Hotel-Projekt TRUTH LIES NEXT DOOR ist auch eine Kunstinstallation. Man fühlt sich an die auratischen Räume von Gregor Schneider erinnert, wenn man auf einmal allein in einem Hotelzimmer sitzt, obwohl man doch eine Theaterkarte gekauft hatte. Jederzeit könnte jemand aus dem Wandschrank kriechen. Stattdessen geht der Fernseher an und drei Personen erzählen ihre Versionen eines Mordes. Dann knallt die Tür hinter uns auf und ein Mann bezichtigt sich der Tat. Er schickt uns weiter in ein unheimliches Labyrinth aus kaum veränderten Zimmern. Zum Schluss wandert man von außen an dem surrealen Gebilde vorbei: ein Haufen gezimmerter Kulissenbretter.Selten ist die Illusionsmaschine Theater so grandios demontiert worden."

Theater der Zeit
"Als Favoriten für den Impulse-Hauptpreis hatte das Publikum allerdings schnell zwei Anwärter ausgemacht: Ivana Müller und die Gruppe mikeska:plus:blendwerk. In deren Dramatisierung des Kurosawa-Films „Rashomon" werden die Zuschauer einzeln(!) durch Bühnen-Hotelzimmer gescheucht und nacheinander drei Schauspielern ausgesetzt, die jeweils ihre Version eines Verbrechens erzählen. Ein hautnahes Spiegelkabinett der Wahrheiten, aus dem es kein Entrinnen gibt und das dem beherzten Zuschauer sogar Mitwirkungsmöglichkeiten eröffnet."